PREIS FÜR POPKULTUR 2018

18.10.2018, Tempodrom Berlin

 

 

Wir von FACTORY 92 freuen uns, ab sofort den Preis für Popkultur offiziell zu unterstützen und einen Teil der Pressearbeit zu übernehmen. Außerdem möchten wir euch in diesem Newsletter erklären, warum wir es wichtig finden, als Teil der Musikbranche auch Mitglied im Verein zur Förderung der Popkultur e.V. zu werden.

 

Was ist nochmal der Preis für Popkultur?
 

Erst einmal die Basics: Der Preis für Popkultur ist ein Jurypreis, der seit 2016 einmal im Jahr im Rahmen einer Gala im Berliner Tempodrom verliehen wird und moderne populäre, im deutschsprachigen Raum produzierte Musik und Popkultur in allen Facetten auszeichnen will. Bisher kommen zugegebenerweise noch nicht alle Facetten durch – aber genau daran wollen wir ja mit euch arbeiten. Die Jury besteht aus inzwischen 791 Popkulturschaffenden aus allen Bereichen, die gemeinsam den Verein zur Förderung der Popkultur e. V. bilden. Ausgezeichnet werden Künstler*innen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland in insgesamt 12 Kategorien. Aus 566 Künstler*innen, Werken und Beiträgen wurde so in geheimer Abstimmung die Shortlist ermittelt, die ihr weiter unten in der Pressemitteilung findet. Die endgültigen Gewinner*innen werden notariell bestätigt und am 18. Oktober 2018 im Rahmen der Abendgala im Berliner Tempodrom bekanntgegeben. Nur der oder die Gewinner*in in der Kategorie Lifetime-Achievement-Award wird nach einer Vorauswahl durch die Mitglieder des Vorstands des Vereins zur Förderung für Popkultur festgelegt und ebenfalls am 18. Oktober ausgezeichnet. Der Vorstand arbeitet übrigens ehrenamtlich, etwaige Überschüsse werden zur gezielten Förderung popkultureller Projekte eingesetzt.

 

 

Warum (uns) der Preis für Popkultur so wichtig ist
 

Nach dem Ende des ECHOs ist es umso wichtiger, die vielseitige Popkulturlandschaft Deutschlands zu feiern. Wobei der Preis für Popkultur von Anfang an klargemacht hat, dass er sich weder als Gegenveranstaltung noch als direkte Konkurrenz zum ECHO sieht – auch wenn das opportun gewesen wäre und in den letzten Monaten schnelle Sympathie gebracht hätte. Aber der ECHO war trotz diverser Jurys immer in erster Linie ein Branchenpreis der Musikindustrie, während der Preis für Popkultur sich als reiner Jurypreis versteht und alle Facetten der Branche abbilden möchte: Popkulturjournalist*innen, Radiomacher*innen, Booker*innen, Labelmacher*Innen, Blogger*Innen und Künstler*Innen treffen sich auf Augenhöhe und sind gleichermaßen stimmberechtigt. Außerdem haben die bisherigen Versammlungen gezeigt, dass die Vereinsmitglieder durchaus gewillt sind, auf berechtigte Kritik zu reagieren und sich ihr zu stellen. Das führt nicht immer zu den Riesenschritten, die man sich manchmal wünscht, aber der gute Wille ist erkennbar und belebend. Deshalb seien an dieser Stelle alle Kritiker*Innen eingeladen, dem Verein beizutreten, um den Preis für Popkultur in jedem Jahr ein wenig besser zu machen.
 
Die Mitgliedschaft kostet aktuell 60 Euro im Jahr. Sie berechtigt zur Teilnahme an der Abstimmung sowie zum Besuch der Verleihung. Der Beitrag muss aktiv vom Mitglied selbst an folgendes Konto unter Angabe der Mitgliedsnummer überwiesen werden:
Verein zur Förderung der Popkultur e.V.
IBAN: DE33 1007 0124 0031 3171 00
BIC: DEUTDEDB101

 

Shortlist Nominierungen

Lieblings-Solokünstlerin
Dillon
Kat Frankie 
Haiyti 
Helena Hauff 
Mine

Lieblings-Solokünstler
Casper
Drangsal 
Get Well Soon
DJ Koze
Trettmann

Lieblinsgband
Beatsteaks
Feine Sahne Fischfilet
Die Nerven
Tocotronic
Zugezogen Maskulin

Lieblingsproduzent*in
Markus Ganter 
KitschKrieg 
DJ Koze 
Tobias Kuhn 
Moses Schneider 

Lieblingsalbum
Casper – »Lang lebe der Tod«
DJ KOZE – »KNOCK KNOCK«
Mine & Fatoni – »Alle Liebe Nachträglich«
Die Nerven – »Fake«
Trettmann – »#DIY«

Lieblingslied
Beatsteaks feat Deichkind – »L auf der Stirn« 
Casper feat. Drangsal – »Keine Angst« 
Kat Frankie – »Bad Behaviour«
Kettcar – »Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)«
Mine & Fatoni – »RomCom« 
Trettmann – »Grauer Beton«

Lieblingsvideo
Beatsteaks feat. Deichkind – »L auf der Stirn«
Die Fantastischen Vier feat. Clueso – »Zusammen«
Kettcar – »Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)«
Fynn Kliemann – »Zuhause«
Trettmann – »Grauer Beton«

 
 

Beeindruckendste Live-Performance
Beatsteaks 
Casper 
K.I.Z
Kraftklub 
Tocotronic 

Hoffnungsvollste*r Newcomer*in
Brett 
Das Paradies 
Antje Schomaker 
SIND 
Sam Vance-Law

Schönste Geschichte        
Jens Balzer – »ECHO: Jetzt ist er implodiert (»Zeit Online«)
Casper & Drangsal – Mit-Verachtung-Podcast, Folge 9: »Grimace-Squad« (»Diffus«)
Viola Funk – »Die dunkle Seite des deutschen Rap« (WDR)
Charly Hübner, Sebastian Schultz – Feine-Sahne-Fischfilet-Film: »Wildes Herz«
Visa Vie – »Das allerletzte Interview: Eine Crime Story von Visa Vie« (Spotify)

Spannendste Idee/Kampagne
Drangsal – #DRANGSAL4ESC2019
Feine Sahne Fischfilet – Unschuldig wie immer: mit dem Nightliner zum Gerichtstermin in Güstrow
Kraftklub & Donots – Clubtausch in Köln (während des Konzerts)
Mine & Fatoni – »Alle Liebe nachträglich«-Kampagne
Trettmann – »#DIY«-Kampagne

Gelebte Popkultur
Donots – Zu Ehren des Underground Köln: Spontanes Guerillakonzert auf den Trümmern des legendären Clubs
Feine Sahne Fischfilet – Wasted in Jarmen (Festival) 
Matthias Hörstmann u.a. – »Intro«-Verlag und -Magazin
Birgit & Horst Lohmeyer – Jamel Rockt den Förster (Festival)
Laut gegen Nazis – Campus Open Air Cottbus (Festival)





 

 

 

Rückblick Reeperbahn Festival 2018
 

Der Verein zur Förderung der Popkultur e.V. ist mehr als die Verleihung des Preis für Popkultur – dazu hat er sich schon in seiner Satzung und im Übrigen auch in seinem Namen verpflichtet. Beim Reeperbahn Festival in der vergangenen Woche wurde dies erneut deutlich. So organisierte der Verein in Kooperation mit YouTube am vergangenen Donnerstag ein Speedmeeting, für 40 Frauen aus der kreativschaffenden Musikbranche. Außerdem wurden am Samstag ein Workshop-Tag ausgerichtet, an dem man u. a. über die Themenbereiche „Stressbewältigung und Burnout-Vorsorge“, „Musiklizensierung für Filme“ und „Produktmanagement im Wandel der Zeit“ diskutierte und sich der immer aktuellen Frage „Wie geht’s dem Musikjournalismus“ widmete.

 
 
 

 

[Foto: Annika Weber beim Vortrag 'Stressbewältigung und Burnout-Vorsorge']